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Methyl Ethel

Datum:

Freitag, 24. Mai 2019 um 21:00

 
Location:

 
Adresse:

Luxemburger Straße 32
50674 Köln

 
Eintritt:
ab 21.40
 
Themen:
Konzert in Köln
 
Schlagwörter:
Konzert
 
Künstler:
Methyl Ethel
 
Eingetragen von:
eventim
 
Methyl Ethel
Hochgeladen von: eventim

Methyl Ethel

Methyl Ethel

Australisches Trio begeistert mit
grandiosem Dream-Pop & Art-Rock

Drittes Album Triage unlängst erschienen

Wenn das australische Trio Methyl Ethel auf die Bühne kommt, kommt es, um alle abzuholen. Kaum sind die Instrumente aufgedreht, hebt der Dreier ab in eine weithin transzendentale, nicht greifbare und mystische Klanglandschaft aus Dream-Pop. Psychedelic-, Shoegaze- und Alternative-Rock, gespickt mit Akkorden voller Sehnsucht und einer Atmosphäre zwischen Euphorie und Beklemmung, gesungenem Glück und besungenem (Selbst-)Zweifel. Mit großer Inbrunst lassen sich Methyl Ethel in die Songs ihrer mittlerweile drei Alben fallen und laden jeden ein, mitzukommen. Wie viele mittlerweile weltweit dieser Einladung gern folgen, überrascht niemanden mehr als die Band selbst deren Sänger, Gitarrist und Kopf Jake Webb die Alben stets in vollkommener Isolation aufnimmt und produziert, so auch das aktuelle, Mitte Februar erschienene dritte Werk Triage. Live hingegen werden diese entsprechend intimen und persönlichen Stücke mit drei Freunden dargeboten. Zwischen den 23. und 24. Mai kommen Methyl Ethel, die nicht nur dank ihrer Herkunft Perth häufig mit Tame Impala verglichen werden, für zwei Konzerte in Hamburg und Köln nach Deutschland.

Natürlich hatte der Gitarrist, Songwriter, autodidaktische Multiinstrumentalist und grundsätzliche Nachdenker Jake Webb schon vorher Musik erdacht und aufgenommen. Etwa zwei thematisch zusammenhängende EPs mit den Titeln Guts und Teeth, deren Namen nicht nur inhaltlich, sondern auch klanglich Programm waren und damit ziemlich ambitioniert für einen Debütanten aus Perth, der sich mit einer lokalen Szene messen muss, der mit Formationen wie Tame Impala, Sleepy Jackson, Empire of the Sun oder Ariel Pink zuletzt eine globale Bedeutung als Wiege eines neuen, versponnenen, aber auch eingängigen Dream- und Psychedelic-Pop zugesprochen wurde. Auch, um sich von dem Sound dieser Stadt frei zu machen, mehr aber noch, weil ich nur dann gut arbeiten kann, wenn sich in meiner Umgebung weit und breit keine Menschenseele befindet, zog Webb mit einem Achtspur-Recorder und einem Haufen Instrumente in das Ferienhaus seiner Eltern, 400 Kilometer von Perth und damit von der nächsten größeren Zivilisation entfernt. Eine Technik, die er seither für jedes Album beibehalten hat: die volle Konzentration auf die Musik. Nichts sonst.

Inspiriert von Bands wie Radiohead, The Flaming Lips, Sparklehorse, Animal Collective oder MGMT, tanzt Webb auf den Genres, spielt mit Sounds, Rhythmen und subtilen Störgeräuschen und vergräbt sich in einer facettenreich tönenden Innenschau, die unmittelbar berührt und die Gedanken beflügelt. Alles! Genau das sei das Ziel einer Musik, so Webb, wie man auch an dem vorsätzlich abstrakten Bandnamen Methyl Ethel sehen könne: Hinter und in der Musik soll sich alles auflösen, was dinglich und konkret ist, zu einer amorphen Masse werden, bis hin zu den Musikern selber.

Wie gut dies funktioniert, konnte Webb bereits kurz nach der australischen Veröffentlichung von Oh Inhuman Spectacle ablesen: Überschäumende Kritiken im Feuilleton, aber auch höchste Rotation im Radio sowie der lautstarke Ruf nach einer landesweiten Tournee folgten umgehend. Mit Chris Wright am Bass, dem Drummer Thom Stewart sowie seit dem zweiten Album mit dem weiteren Multiinstrumentalisten Hamish Rahn entwickeln sich Webbs farbenprächtige Visionen eines einfallsreichen Psychedelic-Solotrips zu einer knackigen, tighten und jederzeit zu Überraschungen neigenden Band-Unternehmung. Seither schlägt Methyl Ethel auf jedem Kontinent größte Begeisterung entgegen. Erst Recht in ihrer Heimat, wo die Band als erster Newcomer überhaupt gleich zwei Jahre hintereinander den bedeutenden West Australian Music Award in der Kategorie Best Pop Song verliehen bekam und ihr zweites Album Everything Is Forgotten sofort in die Top 20 der australischen Charts einstieg.