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Corona-Lockdown: Diese Einschränkungen gelten in Köln

4. Kölner Galgo Marsch

Datum:

Samstag, 26. Januar 2019 um 12:00

 
Location:

 
Adresse:

Dreikönigenstraße 23
50678 Köln

 
Webseite:
koelnergalgomarsch.jimdo.com
 
Eintritt:
frei
 
Schlagwörter:
Greyhound, Galgomarsch, Galgo
 
Künstler:
Windhunde, Galgos Podencos Greyhounds, Hundebesitzer
 
Eingetragen von:
Spezialgast
 
4. Kölner Galgo Marsch
Hochgeladen von: Spezialgast
Quelle: J. Reinhardt / Kölner Galgo Marsch

4. Kölner Galgo Marsch

Der Kölner Galgo Marsch - 2019 findet er zum vierten Mal statt -
anlässlich des Welt-Galgo-Tages am 1. Februar

Wir treffen uns am 26.01.19 vorm Bürgerhaus Stollwerck (Dreikönigenstr. 23, 50678 Köln), um von dort um 12 Uhr mit unseren Hunden in einer friedlichen Gruppe durch die Stadt zu ziehen. Wie bereits in den Vorjahren laufen wir erneut von der Kölner Süd- in die Innenstadt, um so den in ihrem Heimatland geschundenen Windhunden eine Stimme zu verleihen und die Menschen auf die Mißstände in Spanien aufmerksam zu machen. Bereits im Januar 2016, 2017 und 2018 machten sich zahlreiche Menschen mit ihren meist (Wind-)Hunden auf den Weg, um sich für die Galgos und andere spanische Jagdhunde einzusetzen.
Und wir standen nicht allein: Denn im Laufe des Jahres fanden zahlreiche Märsche - neben Leipzig - auch in weiteren Ländern (Spanien, Holland, Schweiz, Australien und USA) statt. Und alle gemeinsam haben EIN Ziel: Das Elend der Galgos, Podencos & ihrer Leidensgenossen muss bekannt werden und die miserablen Zustände in Spanien gehören gestoppt!

Mit dem Kölner Galgo-Marsch möchten wir am diesem letzten Wochenende der aktuellen Jagdsaison in Spanien auf die Lebens- und Haltungsumstände der sanften Windhunde in Spanien aufmerksam machen. Deutschland ist ein mehr oder minder hundefreundliches Land und die meisten Menschen machen sich keine Vorstellungen ob der Grausamkeit und Misshandlungen der Galgos in Spanien, die dort wie ein reines Werkzeug benutzt werden, das - wenn "kaputt" oder "unbrauchbar" geworden - einfach weggeworfen bzw. entsorgt wird.

Das Gros der beim Galgo-Marsch mitgelaufenen Galgos sind Hunde, die in ihrem früheren Leben in Spanien zur Jagd eingesetzt wurden und die - nachdem sie in Spanien für nicht mehr jagdtauglich befunden und ausgemustert wurden - in Deutschland über engagierte vor Ort arbeitende Tierschutzorganisationen (darunter einige gezielt auch auf Galgos "spezialisierte" Vereine) an ihre Familien vermittelt wurden. Hier dürfen sie ein neues angstfreies Leben, ohne Hunger, Schläge, Entbehrungen und Quälereien führen.
Der Welt-Galgo-Tag Anfang Februar wurde von Tierschützern ins Leben gerufen, um an diesem Tag gebündelt auf die Situation und das Elend dieser schönen Hunde aufmerksam zu machen - auch wenn die Galgos, Podencos, Setter und anderen Jagdhunde ganzjährig Hilfe brauchen. So wurde dann irgendwann der 01. Februar ausgewählt, weil auf dieses Datum genau das Ende der spanischen Jagdsaison fällt; vor allem an diesem Termin ereilt dann auch viele Galgos ein Schicksal, das weitaus schlimmer ist als das grausame Leben, das sie bis dahin führen mussten.

Die Sitation in Spanien

Jedes Jahr werden in Spanien tausende Galgos geboren und aufgezogen, um später bei der Hasenjagd eingesetzt zu werden. Viel zu viele dieser Galgos werden ihr gesamtes Leben lang schlecht behandelt. Während der Jagdsaison von Oktober bis Januar leben viele von ihnen in überfüllten, dunklen Schuppen, wenn sie nicht gerade arbeiten müssen. Trainiert werden die Hunde, indem sie an Autos, Lastwagen oder Motorrädern angebunden werden, hinter denen sie bei hohem Tempo herlaufen müssen. Gnade dem, der dabei strauchelt und hinfällt, denn nicht alle Trainer halten dann an...

Besitzer dieser Windhunde sind schätzungsweise etwa 170 000 Galgueros, die Besitzer von schätzungsweise ca. 490 000 Galgos, in die Spanien als Jagdhunde eingesetzt werden (neben anderen Jagdhundrassen). Die Galgueros, also die Jäger, die mit ihren Galgos jagen, und oft eine Vielzahl (mehrere Dutzend sind keine Seltenheit) von ihnen halten und züchten, betrachten die Hunde in den misten Fällen nicht als Haustiere: der Galgo gehört für sie nicht ins Haus. Und wenn ein Kandidat "ausgedient" hat, entledigen sich die Jäger ihrer Tiere am Ende der Jagdsaison auf oftmals unvorstellbar grausame Weise.

Jedes Jahr werden tausende Galgos getötet. Offizielle Zahlen sprechen von mehr als 50.000 Galgos, die JÄHRLICH als nicht mehr brauchbar ausgemustert werden.
An Ideenreichtum fehlt es den Galgueros dabei nicht, wenn es darum geht, wie man einen Hund am einfachsten los wird: die Hunde werden an Bäumen erhängt, erschlagen, in Brunnenschächte oder Schluchten geworfen, hinter Autos zu Tode geschleift, an Bäumen in verlassenen Gegenden angebunden, damit sie verhungern oder einfach ausgesetzt.
Eine Methode, "überflüssige" Galgos regelrecht hinzurichten, wird "Klavierspielen" genannt. Dabei wird dem Hund ein Strick um den Hals geknüpft, dessen anderes Ende derart an einen Baum gebunden wird, dass das gefolterte Tier gerade mit den Hinterpfoten den Boden erreicht. Um nicht stranguliert zu werden, balanciert und "tanzt" der Hund auf den Hinterbeinen hin und her. Dieser Todeskampf dauert lange, während der Hund Panik, Furcht, Hoffnungslosigkeit und unbeschreibliche Schmerzen erleiden muss.

Wenn die Galgueros ihre Galgos aussetzen, brechen ihnen einige der Jäger auch ein Bein, so dass die Hunde dem davonfahrenden Besitzer nicht mehr hinterherlaufen können. Diejenigen Hunde, die das Glück haben, auf sich allein gestellt zu überleben, vegetieren dahin. Oder landen in einer der zumeist restlos überfüllten Perreras, wo sie nach einer bestimmten Frist getötet werden.

Die übermäßige Vermehrung der Tiere und ihre anschließende massenhafte Entsorgung am Ende der Jagdsaison produziert ein Heer von verletzten, hungernden und kranken Hunden. Nur wenige haben das Glück, von Tierfreunden bzw. Refugios aufgenommen zu werden, die sich ihrer annehmen und alles dafür tun, um den Hunden eine Zukunftschance in einem liebevollen Zuhause, einer Familie zu ermöglichen. Trotz allem können die Refugios und auch die helfenden Vereine nur einem Bruchteil der ausrangierten Galgos und anderen Jagdhunde helfen - ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber für jeden einzelnen dieser Hunde bedeutet das, leben zu dürfen - vielleicht erstmalig so etwas wie Fürsorge und liebevollen Umgang zu spüren. So werden dann aus den vermeintlichen Todeskandidaten später geliebte Familienmitglieder.
Einige Refugios berichten neuerdings, dass vermehrt Galgos auch direkt bei Ihnen abgegeben werden. Viele der Auffangstationen sind nun oftmals bereits VOR Beginn der nächsten Jagdsaison restlos überfüllt. In diesem Jahr ist die Lage noch verzweifelter, denn durch die Myxomathose, die auch auf die Hasenpopulation in einigen klassischen Jagdgebieten übergesprungen ist, wurde die Jagd in einigen Regionen gänzlich "abgeblasen" - so mussten jüngst die Tore bei FBM (Fundacion Benjamin Mehnert), einer DER Aufnahmestationen für die spanischen Jagdhunde, geschlossen werden, d.h. es werden nur noch medizinische Notfälle aufgenommen, da die Aufnahmekapazität derzeit vollends erschöpft ist.

Der spanische Windhund
Der Galgo Espanol ist eine faszinierende Hunde-Rasse: ein hochmotivierter Jagdhund und gleichzeitig so sanft wie eine Schmusekatze. Sie gelten als ausgesprochen sanft, zärtlich, anschmiegsam, extrem verschmust, äußerst grazil, sehr reinlich und hochintelligent. Unter Galgohaltern heisst es: Einmal Galgo, immer Galgo. Galgos sind extrem ruhig im Haus - lieben es, auf weichen Sofas oder Kissen zu schlafen. Sie sind keine "wilden Kläffer", weisen zudem durch das fehlende Unterfell nicht den "typischen Hundegeruch" auf. So sieht man dann aber auch - für manch Einen vielleicht leicht befremdlich - an kalten Wintertagen "bemäntelte" Hunde, die sich ohne diesen Kälteschutz übelst erkälten und krank werden würden.
Die meisten Galgueros betrachten den Galgo nicht als Haustier: ein Galgo hat im Haus so meist nichts verloren. Um so verwunderlicher, wie schnell die meisten der adoptierten Windigen dann an das angenehme Leben im Haus genießen. Und fragt man den "normalen" Galgohalter hierzulande, bestätigen alle das gleiche: Galgos sind die sanftesten Hunde, die man sich vorstellen kann, in der Wohnung ruhige Zeitgenossen und tolle Kameraden.

Die Galgos brauchen unsere Stimme!

Die Sitatution vor Ort lässt die Halter der spanischen Jagdhunde nicht los, auch wenn Kritiker anmerken mögen, was geht es die Deutschen an, was in Spanien mit Windhunden passiert...
Doch kein Mensch, der auch nur die geringste Empathie für ein Tier aufbringt, kann angesichts des Schicksals Tausender Galgos und ihrer Leidensgenossen in Podenco-, Greyhound- oder Settergestalt einfach wegschauen. Und gerade wenn man einmal einen Windigen live erlebt hat, ist es um so unverständlicher, wie mit ihnen in ihrem Heimatland verfahren wird, wenn sie "ausgedient" haben.

Also marschieren wir am 26. Januar 2019 zum vierten Mal durch Köln, um Galgo und Co. eine Stimme zu verleihen und die Menschen auf der Schicksal der Hunde aufmerksam zu machen.

Also liebe Windhundfreunde und Hunde-Besitzer aller Art:

Kommt Ende Januar zahlreich nach Köln. Lasst uns dort erneut gemeinsam für die Windhunde auf die Strasse gehen. Kommt v.a. mit Euren Galgos, Podencos, Greyhounds und Settern aber auch mit allen anderen Rassen vorbei und lauft mit - vom Bürgerhaus Stollwerck bis zum Heumarkt - um möglichst viele Passanten und Menschen zu erreichen und auf das Jagdhund-Elend in Spanien aufmerksam zu machen.

Auch 2019 haben wir wieder unsere für 2018 erstmalig entworfene 24-teilige Bannerkampagne am Start: grossformatige Banner (aufgezogen auf Holzplatten) werden von den Marschteilnehmern durch die Stadt getragen.
Überlebende Galgos, die inzwischen ein glückliches Leben mit ihren Familien leben, erzählen darauf von ihrem persönlichen Schicksal - stellvertretend für ihre Artgenossen in Spanien. Und die Lebens-Geschichten dieser überlebenden Hunde sind allesamt keine schönen... Die Banner sollen so v.a. die Zuschauer und 'Bystander' des Marsches über die Geschichte der Hunde informieren.

Wo / Wann: Samstag, 26. Januar 2019, 12.00 Uhr
Startpunkt: Kölner Südstadt vorm Bürgerhaus Stollwerck (Dreikönigenstr. 23, 50678 Köln) - Trude-Herr-Park
Marsch-Route: Vor Bürgerhaus Stollwerck aus (Trude-Herr-Park), Hirschgäßchen, Severinsstrasse, Waidmarkt, Hohe Pforte, Hohe Strasse, Gürzenichstrasse - Heumarkt - und wieder zurück über den Chlodwigplatz und Ubierring zum Stollwerck. Am Stollwerck wird sich schließlich die Gruppe auflösen.

Wir möchten pünktlich um 12 Uhr loslaufen!!!
Also seid bitte rechtzeitig vor Ort, damit wir alle zusammen in time loskommen!